Cantine San Marzano – Apulien

Cantine San Marzano – Hüter autochthoner süditalienischer Rebsorten

Es war die kleine Ortschaft San Marzano di San Giuseppe, die Cantine San Marzano ihren Namen gab. Auf der Halbinsel Salento, tief im Süden Italiens, hatte sich eine Winzer-Kooperative gemeinsam mit dem Wein-Schwergewicht Farnese im Jahr 2003 zusammengetan, um erstklassige süditalienische Weine zu keltern.

Die Cantine San Marzano verarbeitet in erster Linie autochthone Rebsorten aus dem Süden Italiens: Malvasia Nera, Primitivo und Negroamaro seien hier als Beispiele für rote, Verdeca und Fiano für weiße Reben genannt. Die Böden rund um die Gegend bei Taranto kennzeichnen sich durch ihre Nährstoffarmut. Die Kalksteinfelsen haben oft nur eine geringe Humusauflage, was den Ertrag auf natürliche Weise reduziert. Die intensive Sonnenbestrahlung und der sogenannte Scirocco (eine trockene, warme Luftströmung aus Afrika) geben Insekten und Pilzen kaum eine Chance, die Rebstöcke zu befallen. Der Einsatz chemische Hilfsmittel ist somit bei der Cantine San Marzano nicht von Nöten, was den Traubenanbau – unzertifiziert – rein biologisch macht.

„Sole, Terra e Vento“ (Sonne, Erde und Wind) – so beschreiben die lokalen Weinbauern das Terroir Apuliens. Wertvollstes Gut sind hier bis zu 70 Jahre alte Primitivo-Rebstöcke. Die Reben dieser Stöcke sind sehr ertragsschwach und bilden die Grundlage für den legendären „Sessantanni“. Aber auch der unvergleichbare „Negroamaro F“ oder die berühmte „Talo“-Reihe sind echte Flaggschiffe der Cantine San Marzano.

Nicht umsonst wurde das Weingut bei der Mundus Vini Sommerverkostung 2017 erneut zum „Erzeuger des Jahres aus Italien“ gekürt.

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